830

gründete Marquard, der Abt der Benediktinerabtei Prüm, ein Kloster, welches "Neumünster" genannt wurde. Nach seiner geographischen Lage wurde dieses Kloster später "Münstereifel" genannt.

844

wurden die Gebeine des römischen Märtyrerehepaares Chrysanthus und Daria (268 n.Chr.) in das Kloster Münstereifel gebracht. Münstereifel war damit der einzige Ort in der Erzdiözese Köln - neben Kornelimünster -, der römische Reliquien besaß. Diese Tatsache machte aus Münstereifel einen vielbesuchten Wallfahrtsort.

893

wurden im Güterverzeichnis der Abtei Prüm neben Münstereifel auch folgende Stadtteile der heutigen Großgemeinde Bad Münstereifel genannt: Arloff, Kirspenich, Gilsdorf, Nöthen, Mutscheid, Iversheim, Eicherscheid, Mahlberg, Schönau, Effelsberg und Hospelt.

898

verlieh König Zwentibold von Oberlothringen dem Kloster Münstereifel das Markt-, Münz- und Zollrecht. Im Schatten der Klostermauern entstand im Laufe der Zeit eine Siedlung, die vor allem aus dem Marktrecht ihre Vorteile zog.

Im 12. Jh.

wurde das Kloster in ein Stift umgewandelt, in dem bis zu 30 Kanonikate (Priesterstellen) eingerichtet waren, von denen in der Regel 20 besetzt waren.

1171

wurde erstmals das Münstereifeler Schöffenkolleg erwähnt, von dem ab ...

1197

die Marktgerichtsbarkeit ausgeübt wurde.

1265

kam Münstereifel in den Besitz der Herren von Bergheim, einer Nebenlinie des Jülicher Grafenhauses.

1299

wurde Münstereifel erstmals "oppidum", das heißt "befestigter Ort" genannt.

1312

gelangte Münstereifel in den Besitz der Hauptlinie des Jülicher Herrscherhauses. Die Münstereifeler Burg wurde erstmals urkundlich erwähnt.

1339

erlaubte Markgraf Wilhelm I. von Jülich den Münstereifeler Wollwebern, ihre Tuche nach den gleichen Rechten herzustellen, wie dies den Webern von Köln gestattet war.

1416

suchte eine gewaltige Überschwemmung Münstereifel heim und forderte 100 bis 200 Todesopfer.

1451

wütete die Pest in Münstereifel.

1454

gab der Herzog von Jülich den Münstereifelern eine Ratsverfassung, die 1475 noch einmal modifiziert wurde. Sitzungsort des Rates war der östliche Flügel des heutigen Rathauses. Dieser war 1476 noch als Gewandhaus der Wollweber bezeichnet worden. Dem Rat gehörten 7 Schöffen und 7 Ratsverwandte an.

1469

verlieh der Herzog von Jülich seiner Stadt Münstereifel - zusätzlich zu den vier Jahrmärkten - auch einen Wochenmarkt. Die Jahrmärkte, die als Messen durchgeführt wurden, waren von überregionaler Bedeutung.

1550/51

errichteten die Münstereifeler den westlichen Flügel des Rathauses mit dem Laubengang. Am 27.9.1551 wurde dieser Flügel mit dem neuen Sitzungssaal mit einer Ratssitzung eröffnet, in der ein neuer Bürgermeister gewählt wurde.

1594

gründete Margarethe Linnerij die Gesellschaft der Schwestern von St. Salvator, die sich der Erziehung der weiblichen Jugend widmete.

1618

siedelten sich die Kapuziner in Münstereifel an.

1625

kamen die Jesuiten und gründeten das St. Michael-Gymnasium.

1657

ließen sich die Karmelitessen in Münstereifel nieder.

1659-1668

wurde die Jesuitenkirche gebaut.

1689

zerstörten abziehende französische Truppen die Burg.

1769/70

errichteten die Karmelitessen ihren Klosterbau. Das ehemalige Kloster beherbergt heute die Grundschule und im straßenseitig gelegenen Bereich einen Teil der Stadtverwaltung.

1794

besetzte das französische Revolutionsheer das linke Rheinufer. Münstereifel verlor seinen Status als Mithauptstadt des Herzogtums Jülich und seine Funktion als Gerichtsort. Als Bürgermeisterei wurde die Stadt dem Kanton Rheinbach im Rhein-Mosel-Department eingegliedert.

1803

wurden mit Durchführung des Reichsdeputationshauptschlusses alle Klöster in Münstereifel aufgelöst. Der Klosterbesitz wurde veräußert.

1815

erhielt Preußen das Rheinland und organisierte die Verwaltung der Rheinprovinz unter Anlehnung an die von den Franzosen vorgenommene Verwaltungseinteilung. Münstereifel blieb damit lediglich Bürgermeisterei im Kreis Rheinbach, Regierungsbezirk Köln.

1841

wurde die Provinzialstraße Köln-Trier (heute B 51) durch Münstereifel geführt.

1881

gründete man einen Verschönerungsverein, der sich dem Eifelverein 1890 anschloß. Damit wurden die Weichen für den Fremdenverkehr als Haupterwerbszweig der Stadt Münstereifel gestellt.

1890

erfolgte durch den Bau der Stichbahn Münstereifel-Euskirchen der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

1926

wurde Münstereifel zur Zentrale der Kneipp'schen Heilmethode in Westdeutschland erkoren.

1928

legte man den Grundstein zum Kneipp-Kurhaus, das ...

1929

eröffnet wurde.

1956

erkannte der deutsche Bäderbund Münstereifel als Kneipp-Heilbad an.

1964

verschwisterten sich die Städte Münstereifel und Ashford/Kent in England, nachdem Münstereifel bereits seit 1952 jährlich einen deutsch-englischen Jugendaustausch durchgeführt hatte.

1967

vollzog man die Verschwisterung zwischen Münstereifel und Fougères/ Bretagne in Frankreich. 

1967

überreichte in einem Festakt der Regierungspräsident die Urkunde, mit der der Innenminister des Landes Nordrhein Westfalen im Namen der Landesregierung der Stadt das Recht verlieh, den Titel "Bad" Münstereifel zu führen.

1969

entstand im Zuge der kommunalen Neugliederung die Großgemeinde Stadt Bad Münstereifel, die 52 Ortsteile und Wohnplätze mit insgesamt über 15.000 Einwohnern umfasste.

1971

verlieh der Europarat der Stadt Bad Münstereifel für die verdienstvollen Anstrengungen, die die Stadt im "Interesse des Ideals der europäischen Vereinigung vollbracht hat", die Europafahne.

1974

verlieh der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen der Stadt Bad Münstereifel unter staatlicher Anerkennung als Kurort die Artbezeichnung "Kneipp-Heilbad".

1980

beging die Stadt Bad Münstereifel feierlich die 200. Wiederkehr des Geburtstages von Dr. Friedrich-Joseph Haass, des "heiligen Doktors von Moskau", der am 10. August 1780 in Münstereifel das Licht der Welt erblickte. Die Deutsche Bundespost gab aus diesem Anlaß eine Sonderbriefmarke heraus.

1993

1100-Jahrfeierlichkeiten der Ortschaften Arloff-Kirspenich, Gilsdorf, Nöthen, Mutscheid, Eicherscheid, Mahlberg und Schönau.

1994

1100-Jahrfeierlichkeiten der Ortschaft Effelsberg, die zudem den 300. Jahrestag ihrer Eigenständigkeit als Pfarrei begehen konnte.

1996

Die Fidelia-Kutterfrisch wird gegründet

1998

Feierlichkeiten anlässlich der 1100-jährigen Wiederkehr der Verleihung der Markt-, Münz- und Zollrechte durch König Zwentibold von Lothringen.

1999

Feierlichkeiten anlässlich der 700-jährigen Wiederkehr der erstmaligen Erwähnung als Stadt.

1999

70 Jahre Kneipp-Kur in Bad Münstereifel

2000

Das St. Michael-Gymnasium ist 375 Jahre alt

2001

Das Seligsprechungsverfahren für Friedrich-Joseph Haass wird eingeleitet

2006

Die erste Veranstaltung am 11.11 des KVM und der Fidelia wird ein voller Erfolg

2007

Die Fidelia Kutterfrisch wird 10 Jahre