Münstereifellied

 

Text und Melodie: Fritz Weiler

Als Jüngling zog ich einst durch das Land,
das Herz voller Not und Zweifel,
den Beutel leer und abgebrannt,
so kam ich nach Münstereifel.
Hier fand ich Arbeit von früh bis spät
und Lohn und Kost und Bett,
und wie das bei jungen Menschen so geht,
ich fand auch die Mädel so nett.

In Münstereifel, am Werthertor,
da war es, wo ich mein Herz verlor.
Es rauschte der Erftbach und die Bäume im Wind
und in meinen Armen lag ein herziges Kind.
Doch nach dem ersten zarten Kuß
da sprach sie, daß ich ihr stets treu sein muß,
und eine Nachtigall sang leis' von Liebe uns vor ,
in Münstereifell, am Werthertor.

Wenn abends dann die Dämmerung sank,
da schlichen wir zwei von dannen.
den Hennesweg, die Schleid entlang,
hinauf zu den Nöthener Tannen.
Und blickten wir von des Radbergs Höhn
herunter in das Tal,
Dann spürten wir, wie Münstereifel so schön,
so gibt's keine Stadt noch einmal.

In Münstereifel, am Werthertor . . .

Mein Münstereifel, alt und schön,
wer dich kennt, der muß dich lieben.
Was immer in der Welt gescheh'n.
ich bin dir stets treu geblieben.
Und liegt die goldene Jugendzeit
für uns mal weit zurück,
wir denken doch gern voller seeliger Freud
an diese Stunden voll Glück.

In Münstereifel, am Werthertor . . .